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Hinter dem Nebel

Gedanken zum 20. Sonntag nach Trinitatis 2019

Pfarrerin Renate Wollert

Renate Wollert
Pfarrerin, wohnt in Westuffeln und ist Pfarrerin in Immenhausen-Espenau

Ein Morgen im Nebel. Grau umschließen Nebelschwaden die Straße. Alles wird unwirklich. Entgegenkommende Autos tauchen unerwartet auf, gelbe Scheinwerfer in der grauen Suppe. Es gilt, langsam zu fahren und die Augen offen zu halten.

Bis sich plötzlich die Sonne wieder zeigt. Zuerst verschwommen hinter grauem Dunst. Dann durchdringen ihre Strahlen den Nebel, tauchen die Landschaft in helles Licht. Alles ist wieder klar. Der Blick geht ins Weite.

Manchmal scheint mir die Welt wie im Nebel. Was mir sonst so klar vor Augen steht wird unwirklich. Ich kann nicht mehr mit festen Schritten meinen Weg gehen.

Ich taste mich irgendwie voran. Ich muss mich an dem wenigen orientieren, was ich noch sehen kann.

Ein Lied aus dem Gesangbuch fällt mir ein: „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht, es hat Hoffnung und Zukunft gebracht. Es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit.“

Gott ist bei mir, auch in unsicheren Zeiten. Und sei es wie die Sonne, die ich hinter dem Nebel nur erahnen kann. Ich vertraue darauf: ihre Strahlen werden den Nebel vertreiben.

Daran kann ich erinnern lassen. Zum Beispiel in einem der vielen Gottesdienste, die am Sonntag gefeiert werden.

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