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Endlich Urlaub

Gedanken zum 7. Sonntag nach Trinitatis 2019

Pfr. Christian Brand

Christian Brand
Pfarrer in Holzhausen, Wilhelmshausen und Knickhagen

Viele Menschen nutzen die Sommerferien, um in den Urlaub zu fahren. Einfach mal raus aus den Zwängen des Alltags und die Ruhe genießen. Im Idealfall nicht alleine, sondern mit jemandem, den man mag.

Viele freuen sich schon lange darauf. Die Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Wenn wir an Urlaub denken, haben wir bestimmte Bilder im Kopf. Die Einen freuen sich auf das Mer, den Strand und die Wellen, die Anderen fahren in die Berge, wo sie ausgedehnte Wanderungen zu besonderen Aussichtspunkten planen.

Wie auch immer: Das wichtigste beim Urlaubmachen ist die Erholung. Und im Urlaub haben wir ausdrücklich die Erlaubnis dazu, einfach mal abzuschalten und zu genießen.

Dazu ermutigt uns sogar die Bibel: "Darum iss dein Brot und trink deinen Wein und sei fröhlich dabei! So hat es Gott für die Menschen vorgesehen und so gefällt es ihm. Genieße jeden Tag mit dem Menschen, den du liebst. Denn das ist der Lohn für die Mühsal und Plage, die du hast unter der Sonne" (Prediger 9)

Gerade in den ersten Urlaubstagen fällt es meist schwer abzuschalten und keine Emails zu checken. Dabei haben Arbeitnehmer im Urlaub ausdrücklich die Erlaubnis zum Nichtstun. Das ist sogar gesetzlich geregelt.

Die Anfänge des bezahlten Jahresurlaubs gehen zurück bis ins Kaiser reich. Der Begriff Urlaub hat seine Wurzeln in dem mittelhochdeutschen Substantiv "urloup", das ganz allgemein "Erlaubnis" bdeutete: Die Erlaubnis für bestimmte Zeit berechtig fernzubleiben - damals vom Lehnherren, heute vom Arbeitsplatz.

Lass die Arbeit Arbeit sein und genieße die Ruhe! Das ist wichtig für uns Menschen. Denn ein Bogen, der permanent gespannt ist, droht irgendwann zu brechen.

In der biblischen Schöpfungsgeschichte heißt es, dass selbst Gott sich am siebten Tag von seinem Schöpfungswerk ausgeruht hat. Er lässt die Schöpfung ruhen und genießt das, was er geschaffen hat.

Denn wer nicht abschalten kann, kommt um den Genuss. Und wer nicht genießen kann, wird irgendwann ungenießbar.

Ich wünsche Ihnen darum einen erholsamen Urlaub, wo auch immer Sie diese Zeit verbringen!

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