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Kann der Himmel zum Heulen sein?

Gedanken zum Ewigkeitssonntag 2019

Pfr. Daniel Fricke

Daniel Fricke
Pfarrer im evangelischen Kirchspiel Bad Karlshafen-Helmarshausen

Über das Lied "Tears in Heaven"

Nach dem tragischen Tod seines damals vierjährigen Sohnes schreibt Eric Clapton den Song "Tears in Heaven". Es ist ein bewegendes Stück.

Anders als der Titel vermuten lässt, geht es im Text nur ein einziges Mal konkret um Tränen. Clapton singt: Am Ende hinter der Himmelstür, da wird es keine Tränen mehr geben. Dort herrscht Frieden - sonst nichts.

Es erinnert mich an die Worte der Johannesoffenbarung im 21. Kapitel. Dort heißt es:

"Wir werden bei Gott wohnen und er wird unsere Tränen abwischen. Aller Schmerz, alles Leid und aller Kummer werden ein Ende finden."

Das ist eine phantastische Zusage für alle die trauern.

Eric Clapton stellt sich im Hinblick auf ein Wiedersehen im Himmel schwere Fragen: Wirst du mich noch kennen? Wirst du meinen Namen wissen? Wirst du meine Hand halten? Wirst du das alles machen, wenn wir uns wiedersehen?

Es ist eine veränderte Perspektive: Der Lebende fragt sich, ob der Verstorbene sich an ihn erinnern und an ihn denken wird. Nicht andersherum. Der Lebende sagt: "Vergiss mich nicht. Ich habe noch etwas mit dir vor. Ich will dich wiedertreffen."

Das Lied "Tears in Heaven" ist kein Trauern nach etwas, das verlorengegangen ist. Aus ihm spricht vielmehr die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft bei Gott. Auf einen gemeinsamen Ort im Himmel.

So höre ich es. Was für eine gute Perspektive!

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