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Veränderung

Gedanken zu Epiphanias 2019

Pfr. Thomas Seifert

Thomas Seifert
Pfarrer der kath. Kirchengemeinde Heilig Geist, Grebenstein

Veränderung geschieht ständig. Jeder Moment vergeht, die Tage kommen und gehen und jetzt beginnt ein neues Jahr.

Wenn die Veränderungen absehbar sind, so wie eine Wurst, die man scheibchenweise aufschneidet, dann hält sich die Verunsicherung in Grenzen.

Allerdings die Aussichten für die nächste Zeit sind besorgniserregend. Denn wohin man schaut, sieht es nicht nach Kontinuität, sondern vielmehr nach Konvulsion und Krise aus.

Konflikte spitzen sich zu; so weiß keiner, was aus dem amerikanisch-chinesischen Wirtschaftskrieg wird. Auch die Finanzkrise von 2008 scheint sich wieder zu einer neuen Krise zuzuspitzen, nachdem die Zentralbanken mit einer Schwämme von Billionen von Dollar das Finanzsystem "retteten", erweist sich dies jedoch immer mehr als Insolvenzverschleppung auf höchster Ebene.

Auch kulturell scheint „Multi Kulti“ sich nicht zu einem schönen Blumenstrauß verschiedener Kulturen zu ergänzen, sondern sich in der Entgrenzung eher eine Situation, wie im Malkasten zu ergeben, wo sich die verschiedenen Kulturen zu einem „dreckigen Grau“ vermischen.

Auch wirtschaftlich gesehen, scheint es eher Berg ab zu gehen; so weiß keiner, wann eine oder mehrere der verschiedenen „Blasen“ platzen werden.

Es ließen sich noch einige andere erschreckende Szenarien anführen, aber hier soll es nicht um Schwarzmalerei gehen, zudem es ja nach jeder Krise erfahrungsgemäß wieder Berg auf geht.

Allerdings kann uns die Krise auch lehren, dass der menschliche Anspruch, alles unter Kontrolle zu haben und die Anmaßung die Evolution in die eigenen Hände zu nehmen, nichts anderes ist, als ein weiterer Turmbau zu Babel. Oder um es mit einer Redewendung zu sagen: "Hochmut kommt vor dem Fall."

Vielleicht ist das jetzt der Moment, sich nicht in Sorgen und Ängsten zu verlieren, sondern sich daran zu erinnern, dass der Schöpfergott sich uns als menschenfreundlicher Gott in Jesus Christus geoffenbart hat.

Wenn wir diesem Gott-Mit-Uns eine Antwort des Glaubens und Vertrauens geben, dann kann Gott dieses kindliche Vertrauen kaum enttäuschen.

Und dann kann jeder die Erfahrung machen, dass sich auch in der größten Krise nirgendwo mehr Geborgenheit und Sicherheit findet lässt, als bei Demjenigen, der uns Freiheit und Verantwortung einräumt und dennoch letztlich alles in „seinen Händen hält".

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