Zufallsbilder - Landschaften im Kirchenkreis Hofgeismar

 

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Kein Wölkchen am Himmel

Gedanken zum 11. Sonntag nach Trinitatis 2018

Dekan Wolfgang Heinicke

Wolfgang Heinicke
Pfarrer der Ev. Stadtkirchengemeinde Hofgeismar und Dekan im Kirchenkreis Hofgeismar

Über Dürre-Zeiten

An einen so trockenen Sommer wie in diesem Jahr kann ich mich nicht erinnern. Im Dorf und mit kleiner Landwirtschaft aufgewachsen ahne ich, was das für die Bauern bedeutet.

Es ist nicht allein -vielleicht nicht mal zuerst- der finanzielle Schaden durch Ernteausfall. Es ist auch das Gefühl der Abhängigkeit und der Ohnmacht: Daran können wir jetzt nichts ändern. Und eine Menge Arbeit, Planung und Sorgfalt bei der Feldbestellung war vergebliche Mühe.

Vor gut 100 Jahren wäre ein solcher Sommer nicht nur für die Landwirte eine Katastrophe gewesen. Die meisten Menschen in unserer Gegend waren auf Lebensmittel aus dem eigenen Garten angewiesen.

Viele hatten selbst eine paar Morgen Land, ein paar Schweine, Hühner, zwei oder drei Milchkühe.

Wie klein sähen wohl Möhren aus, wenn das Wasser zum Gießen gefehlt hätte? Was wäre mit den Futterrüben oder dem „Grummet“, dem zweiten Grasschnitt des Jahres? Beides hätten die Milchkühe im Winter dringend gebraucht.

Sollte man eine davon schlachten? Ihre Milch und ihr nächstes Kalb waren vermutlich schon eingeplant für die Versorgung in der Zukunft.

Diese Dürre-Zeit lehrt mich zweierlei: Ich sehe anders auf Menschen, die wie die Landwirte besonders unter ihr zu leiden haben, - auch auf die, die aus Afrika der dortigen Dürre entfliehen.

Und ich höre anders auf Worte wie dieses über Menschen, die sich auf Gott verlassen: „Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund und Frühregen hüllt es in Segen.“

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