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Schau an der schönen Gärten Zier...

Gedanken zum 1. Sonntag nach Trinitatis 2013

Pfarrer Karl Christian Kerkmann

Karl Christian Kerkmann
Pfarrer und Seelsorger im Evangelischen Krankenhaus am Krähenberg und in der Evangelischen Altenhilfe

Gärten und Blühen, Klingen und Reifen

"Dumme rennen,
Kluge warten,
Weise gehen in den Garten"
(Tagore)

Ganz am Anfang der Bibel wird erzählt, wie Gott die Erde schuf - und einen Garten.

"Und Gott, der Herr, schuf einen Garten,
pflanzte ihn in Eden nach Osten hin
und setzte den Menschen,
den er gebildet hatte, hinein.
Er ließ wachsen vom Grunde
allerlei Bäume, lieblich zu schauen
und herrlich, von ihnen zu essen...
Und Gott nahm den Menschen
und setzte ihn in den Garten Eden,
damit er ihn bebaue und behüte."

Das erinnert viele unter uns an das Gestalten, Anlegen und Pflegen des eigenen Gartens. Ich erinnere mich gerne an den Garten meiner Eltern.

Mittendrin stand ein alter Apfelbaum, den mein Großvater vor Jahrzehnten gepflanzt hatte. Und dieser Baum trug jedes Jahr leckere, duftende Äpfel, von denen ich so manche gerne einfach vom Baum aß. Und es gab leckeren Apfelmus, den meine Mutter kochte und rührte. Und wenn es dann im Herbst noch Kartoffelpuffer dazu gab, waren das Glück und der Genuss perfekt.

An manchen unserer Häuser der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen gibt es so genannte Therapiegärten. Sie laden ein zum Spazierengehen und sich Erfreuen an Blumen, Sträuchern und Kräutern. Und manches Kräuterbeet wird auch von Bewohnerinnen mitgestaltet - möglichst liebevoll begleitet von ehrenamtlich Mitarbeitenden.

Der Garten Eden und der eigene Garten erinnern uns zugleich an die Verantwortung, die uns - neben der Freude und dem Genuss an allem - in der Schöpfungsgeschichte zugesprochen wird. Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und behüte.

Der Garten Eden, wie der eigenen Garten oder auch ein Therapiegarten, sind Ausdruck und Sinnbild für die gesamte Schöpfung - und unseren Auftrag, sie zu behüten und zu bewahren.

In dem Lied "Geh aus, mein Herz" wird der Bogen noch weiter gespannt. Auch in Gottes ewiger Welt gibt es einen Garten, den Garten Christi, den man sich als das Paradies vorstellen kann:

"Welch hohe Lust, welch heller Schein
wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muss es da wohl klingen,
da so viel tausend Seraphim
mit unverdroßnem Mund und Stimm
ihr Halleluja singen."

Unsere Gärten sind Abbild des Gartens Eden und des Gartens Christi, des himmlischen Gartens. Darum kann ich aus vollem Herzen singen:

"Erwähle mich zum Paradeis
und lass mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen,
so will ich dir und deiner Ehr
allein und sonsten keinem mehr
hier und dort ewig dienen."

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