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Tod, wo ist dein Stachel?

Ostersonntag 2012

Pfr. Dr. Björn Slenczka

Pfarrer Dr. Björn Slenczka
Kirchspiel Hofgeismar-Gesundbrunnen mit Carlsdorf und Schöneberg

Siegesgewiss verspottet Paulus den Tod. "Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?", so schreibt er triumphierend im Auferstehungskapitel seines ersten Korintherbriefs (1. Kor. 15,55). Tod, wo ist dein Stachel?

Ich finde, der Tod setzt seinen Stachel immer wieder sehr schmerzhaft ein. Ich denke an das schlimme Verbrechen in Emden. Oder an den Tod einer jungen Mutter. Wenn ein Kind den plötzlichen Kindstod stirbt. Wenn glücklich miteinander alt gewordene Eheleute auseinander gerissen werden.

Für Paulus hat der Stachel des Todes dennoch keine Macht. Wie bei manchem Insekt, dessen Stachel nach einem Stich vertan ist. Es kann kein zweites Mal stechen und muss selbst sterben.

Paulus verspottet den Tod, weil er überzeugt ist: Gott ist stärker als der Tod. Er hat den Tod besiegt, weil er ihm den Stachel genommen hat: Der Tod ist nicht mehr das letzte, was über einen Menschen zu sagen ist. Denn Christus ist auferstanden.

Davon hat er selbst Paulus überzeugt, den früheren Christenverfolger, indem er nach Ostern völlig unerwartet wirksam geworden ist in seinem Leben. Seitdem konnte Paulus glauben:

Gott hat in Christus durchgehalten, wo wir Menschen verzweifeln. Er hat dem Tod in aller Einsamkeit und Verzweiflung mit seiner Liebe standgehalten. Seine Liebe erträgt den Tod und trägt den Tod jedes Menschen mit, der an ihn glaubt.

Frohe Ostern!

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