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Endlich wird es Sommer!

Gedanken zum Sonntag Trinitatis 2011

Pfarrerin Elke Herich-Schrader

Pfarrerin Elke Herich-Schrader
Gemeindepfarrerin und Klinikseelsorgerin in Vernawahlshausen

Wie sehr sehnen sich alle nach der Wärme, den langen, schönen Tagen und Abenden der schönsten Jahreszeit. Und für manchen wird der Garten oder der Balkon das "Außenwohnzimmer" für diese Wochen. Und natürlich auch das "Freiluftstadion" für die Frauen-WM-Übertragung! Wer weiß, vielleicht gibt es ja wieder ein echtes Sommermärchen im Jahr 2011!

Der Sommer, eine tolle Jahreszeit, in der es leichter fällt, eine Antwort auf die Frage zu finden: "Gott, wo bist Du?" Denn besonders im Sommer sind überall die Spuren Gottes zu entdecken: Im Singen und Jubilieren der Vögel, in den prächtigen Farben der Blumen, im satten Grün der Bäume, im Fließen der Bäche und Flüsse, im Lächeln, im Gesicht eines jeden Menschen.

In einem alten Lied von Christian Fürchtegott Gellert heißt es: "Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke; der Himmel prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne?" (EG 506)

Für Christian Fürchtegott Gellert gibt es darauf nur eine Antwort: "Bringt unserem Schöpfer Ehre!"

Die Welt, sie ist Gottes Schöpfung, sie trägt Gottes Handschrift und zeigt: Gott thront eben nicht fern im Himmel, sondern er ist uns Menschen so nah wie die Luft, die wir atmen, wie die Sonne, die uns wärmt.

Und gleichzeitig ist diese Welt, die Schöpfung Gottes, ein Bild dafür, dass Gott viel größer und weiter ist, als wir es uns vorstellen können. Gott hat uns reich und überreich mit der Schönheit dieser Welt beschenkt.

Aber Gott tut noch mehr: Er hat uns seine Schöpfung anvertraut, damit wir Menschen sie bebauen und bewahren, sie sorgsam behandeln. Ein großes Geschenk und eine große Verantwortung, die Gott seinen Menschen zutraut!

Leider sind sich manche weder der Schönheit noch der Verantwortung wirklich bewusst, sonst würden sie sicher viel ehrfürchtiger mit Gottes Schöpfung und den Schätzen dieser Welt umgehen!

Vielleicht ist der Sommer eine besondere Gelegenheit, noch einmal ganz neu die Schönheit und Einzigartigkeit von Gottes Welt wahrzunehmen und sich der Verantwortung wirklich zu stellen. Und manchmal kann man viel lernen von Menschen, die wunderschöne Worte gefunden haben, um Gott zu loben.

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