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Gott und die Vielfalt

Gedanken zum 5. Sonntag nach Trinitatis 2011

Bernd Greilich

Bernd Greilich
Jugendreferent und Prediger der Evangelischen Gemeinschaft im Bezirk Hofgeismar

Im späten Mittelalter ging es um die Möglichkeit eines Seewegs nach Indien. Man zerbrach sich in politischen und wirtschaftlichen Kreisen der europäischen Hauptstädte darüber die Köpfe.

Gab es vielleicht einen Weg um die Südspitze Afrikas zu diesem reichen Land der Gewürze? Niemand war dessen sicher, obwohl viele diese Möglichkeit vermuteten.

Alle Versuche, das Kap zu umsegeln, waren gescheitert. Schließlich wurde das heimtückische Vorgebirge als "Kap der Stürme" bekannt, denn viele Schiffe endeten dort als Wrack.

Ein unerschrockener Seemann fasste eines Tages den Entschluss, es noch einmal zu versuchen. Es gelang ihm endlich, das Kap zu umsegeln und den Osten zu erreichen.

Seit dem Tage, da er im Triumph nach Lissabon zurückgekehrt war, ist es unmöglich, daran zu zweifeln, dass es tatsächlich einen Weg in den Orient um Afrikas Südspitze gibt. Auch der Name dieses schrecklichen Kaps wurde geändert. Es heißt bis heute das "Kap der guten Hoffnung".

Mit dem Rätsel über das Leben nach dem Tod ist es in diesem Punkt vergleichbar. Bis zu der Zeit, als Jesus starb und wieder auferstand, war der Tod wie jenes "Kap der Stürme". Man musste an ihm Schiffbruch erleiden.

Bis zu seiner erfolgreichen Umsegelung des Kaps und seiner Rückkehr gab es nur Rätselraten über ein Leben nach dem Tod. Seine Auferstehung hat es in das "Kap der guten Hoffnung" verwandelt.

Er hat seinen Nachfolgern den Weg zu einem neuen und reichen Land geöffnet, dessen Existenz er ihnen gezeigt hat. Und weil er dieses gefährliche Kap umsegelt hat, kann er ein Reiseführer für andere sein.

Christlicher Optimismus in Bezug auf das Leben nach dem Tod ist daher nicht "darauf begründet, dass Märchen angenehm zu hören sind" (Bertrand Russell). Sondern diese christliche Hoffnung hat ihren Grund auf dem festen Boden der Auferstehung Jesu Christi von den Toten als einer historische Tatsache: Sein Grab war tatsächlich leer.

Jesus Christus hat denen, die ihm nachfolgen, versprochen, ihnen einen Platz zu bereiten. Damit dort, wo er ist, auch sie sein können in Ewigkeit.

"In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn`s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?" (Die Bibel: Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 2)

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