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Valentinstag

Gedanken zum Letzten Sonntag nach Epiphanias 2011

Pfarrer Martin Rautenkranz

Pfarrer Martin Rautenkranz
Gemeindepfarrer in Helmarshausen

Montag ist Valentinstag. Tag der Verliebten und der Floristen.

Valentinstag mit Anfang 20. War ich aufgeregt. Sie hatte so schöne Augen. Und ich suchte nach einem Weg, ihr meine Zuneigung zu offenbaren. Morgens vor dem Frühstück joggte sie immer. Jeden Morgen denselben Weg. Meine Gelegenheit.

Ich kaufte eine lange rote Rose und verkleidete mich etwas. Dann würde ich sie auf ihr Laufstrecke im Morgennebel überraschen, niederknien und die Rose überreichen. Abends hätten wir dann ein Rendezvous. Es kam anders.

Als ich mit der Rose im Mund plötzlich aus dem Gebüsch hervorsprang, erschrak sie furchtbar, schrie auf, dachte (wohl), ich sei ein Strolch und rannte um ihr Leben. Mein Rufen hörte sie nicht mehr. Abends aß ich verloren allein.

Geht es Gott nicht ähnlich mit uns? Zugegeben, der Weg Jesu ans Kreuz, mit dem er uns seine Liebe offenbarte, erschreckt immer wieder. Wir laufen vor ihm davon, statt darin sein liebevolles Rufen zu vernehmen.

Wir sollen am Ende unserer Tage nicht verloren und verlassen sein, sondern an seinem Tisch sitzen. Rennen wir weg oder nehmen wir an?

"Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn dahingab, auf dass alle, die daran glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben." (Johannes 3,16)

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