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Flut

Gedanken zum 4. Sonntag nach Epiphanias 2011

Vikar Alexander Ulrich

Alexander Ulrich
Vikar im Kirchspiel Oedelsheim

In den letzten Wochen mussten die Menschen an der Flüssen auch hier in der Gegend wieder erfahren, welche Urgewalt im Wasser steckt. Schneeschmelze und Regen ließen die Flüsse anschwellen. Sie überschwemmten Keller und Straßen.

Außer Sandsäcke füllen konnte man nur hilflos zusehen, wie das Wasser stieg. Es stieg bis zu den Knien, manchem bis zum Hals.

Hilflos zusehen, wie das Wasser steigt und einem langsam aber sicher bis zum Hals steht. Das ist ein Gefühl, das ich vor allem im übertragenen Sinne kenne. In einer scheinbar aussichtslosen Situation drehen sich meine Gedanken nur um das Problem. Eine Lösung finde ich nicht. Ich merke nur, wie das Wasser steigt und bekomme Panik.

Von einer solchen Begebenheit erzählt das Matthäusevangelium (Mt 14,22-33). Petrus versucht wie Jesus auf dem Wasser zu gehen. Er verliert aber das Vertrauen und versinkt im Wasser. In seiner Angst zu ertrinken weiß er nichts anderes, als nach Jesus zu rufen: "Hilf, Herr!" Petrus wendet sich an Jesus, er betet.

Ein Gebet kann in aussichtslosen Situationen helfen. Man sucht die Lösung nicht in sich und macht sich frei von der Panik. Oft sehe ich dann einen Weg.

Ich kann nicht genau sagen, ob die Lösung von mir kommt oder ob ich doch die rettende Hand Jesu spüre, die auch Petrus aus dem Wasser gezogen hat.

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