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Menschsein

Gedanken zum 2. Sonntag nach Epiphanias 2011

Pfrn. Dr. Alwine Slenczka

Dr. Alwine Slenczka
Gemeindepfarrerin im Kirchspiel Hofgeismar-Gesundbrunnen mit Schöneberg und Carlsdorf

Mach's wie Gott, werde Mensch!

Blödsinn. Geht doch gar nicht - ich bin doch nicht Gott! Das war mein erster Gedanke. Das ist doch eine Anmaßung. Ach, nein, war mein zweiter Gedanke, stimmt ja, ich bin doch Mensch. Moment, bin ich denn nicht Mensch?

Wenn ich mich ein wenig aus dem Menschsein hinausstelle, und frage, "Was, Menschin, ist denn für dich ein 'Mensch'?, dann antwortet die Menschin: Mensch ist jemand, der Hunger hat und Durst! Der Kleider braucht und Schuhe - vielleicht.

Mensch denkt (mal Heiteres, mal Ernstes) und fühlt. Mensch kann böse werde oder ganz liebevoll sein, schimpfen und flirten, lachen und heulen. Mensch ist verletzlich, macht Fehler, hat eine Seele - egal wie, er braucht immer viel Liebe. Mensch braucht andere Menschen.

Jesus Christus ist Mensch geworden "voller Gnade und Wahrheit". Mensch und doch auch besonders Mensch. Ich glaube, weil sein Menschsein von Anfang an ehrlich war. Weil es nichts ausgeklammert hat, nichts und niemand anders sein wollte.

Und weil Jesus alles Menschelnde freundlich und offen ansieht: Krankes heilt, Traurige tröstet, zu Rücksichtslosen barmherzig ist, Besserwisser tadelt, Fehler verzeiht.

Gott traut sich als Mensch schwach zu sein. Und das gerade macht ihn stark. Macht das nicht Mut zum "Menschsein"? Gott selbst ist Mensch geworden und ich bin dabei - auch noch 20 Tage nach Weihnachten.

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