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Stimmungsaufheller mit Nebenwirkungen

Gedanken zum 22. Sonntag nach Trinitatis 2010

Peter Happel

Peter Happel
Gemeindereferent in St. Peter, Hofgeismar

Die verändernde Kraft des Dankgebetes

Mein Gott, ist das schön! Dieser Satz ist mir in den Abendstunden der vergangenen Woche oft durch den Kopf gegangen, wenn ich den herrlichen Sonnenuntergang von meiner Wohnung aus betrachtete. Zugegeben, manchmal war die Erscheinung am Himmel schon fast "zu schön", dass ich sie als Gemälde schon als kitschig bezeichnet hätte.

Automatisch ohne langes Nachdenken habe ich dann oft ein kleines Dankgebet gen Himmel geschickt und meinen Schöpfergott gelobt, dass er all das, was uns umgibt, so wunderbat gestaltet hat. Wenn ich in den Schriften des alten oder ersten Testamentes lese, begegnen mir nicht nur in den Psalmen ähnliche Gedanken.

Oft beschleicht mich dann ganz selbstkritisch der Eindruck, dass uns modernen Menschen der enge Zusammenhang zwischen Schöpfer und Geschöpf durch die technisierte Umwelt abhanden gekommen ist.

Dabei können doch gerade die technischen Neuerungen unserer Zeit ein Grund zur Dankbarkeit sein. Auf vielerlei Weise wird uns der Alltag durch geniale Erfindungen erleichtert, Lebensqualität, gerade auch im Alter, erhöht.

Die moderne Medizin darf uns aber nicht dazu verleiten, zu meinen, alles in der Hand zu haben. Stattdessen ist es eher angebracht, staunend und dankbar auf jedes Leben, auch auf das mir fremde, zu schauen. Dann brauche ich keine Angst zu haben vor den Herausforderungen des Alltags.

Das tägliche Dankgebet wird Schritt für Schritt mein Denken verändern, mich froher, ruhiger und gelassener machen. Das sind doch tolle Nebenwirkungen oder?

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