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Und noch einmal: "Fröhliche Weihnachten!"

Gedanken zum Sonntag Sexagesimae 2010

Pfarrer Frank Himmelmann

Frank Himmelmann
Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Calden

Das wunderbare Winterwetter, der Schnee und die Sonne wollen gar nicht so recht zu den Ostereiern passen, die sich schon längst in den Regalen der Geschäfte finden lassen. "Partyeier" nennen sich, sehr durchschaubar, die bunten Hühnereier, die wir neuerdings das ganze Jahr über kaufen können.

Die Zeichen der nahenden Osterzeit mehren sich, doch Fakt bleibt: Heute erst, am vorletzten Sonntag nach Epiphanias (dem Dreikönigsfest) neigt sich die Weihnachtszeit ihrem Ende entgegen.

Mir ist die das ganze Theater über die "Weihnachtsmärkte" am Volkstrauertag und das Lamentieren über nicht eingehaltene Versprechungen sowie "kleinliche" Vertreter der Kirchen zuletzt ordentlich auf die Nerven gegangen.

Sicher, ich habe mich auch sehr darüber geärgert, dass der Kommerz anscheinend alles, was es an Werten und Traditionen in unserem Land noch gibt, an die Wand drückt.

Aber mittlerweile denke ich, vielleicht sollte es solche "Weihnachtsmärkte" das ganze Jahr geben. Vielleicht sollten wir jeden Sonntag Weihnachten feiern. Nicht, weil die Gottesdienste dann so schön romantisch sind und wir der angeschlagenen Wirtschaft einen Dienst erweisen, sondern um daran zu erinnern, warum es Weihnachten eigentlich gibt.

Weihnachten ist nicht nur "das" Fest der Liebe. Es ist vor allem das Fest des Friedens. Es ist das Fest, an dem der Geburtstag des Christkinds gefeiert wird - und das größte Geschenk, das uns dieses Kind, das niemand anderes ist, als Gottes Sohn Jesus Christus, gebracht hat, ist die göttliche Friedensbotschaft, die allen Menschen dieser Welt gilt.

Wer den Willen Gottes erfüllen will, der muss dafür sorgen, dass Frieden auf dieser seiner Erde herrscht. Ein Grundsatz, der vor allem von den Machthabern beachtet werden sollte, die sich ihren christlichen Glauben so deutlich auf die rot-weiß gestreifte Fahne geschrieben haben.

In Zeiten, die gezeichnet sind von Katastrophen und Krieg, ist es umso nötiger, immer und immer wieder an das Geschehen der Heiligen Nacht zu erinnern und damit daran, dass Krieg und Verfolgung die Probleme unserer Welt nicht lösen, höchstens verdrängen oder verändern.

Und darum noch einmal: "Fröhliche Weihnachten!"

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