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Wenn Gottes Reich beginnt

Gedanken zum Sonntag Misericordias Domini 2010

Peter Happel

Peter Happel
Gemeindereferent der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter, Hofgeismar und Unterricht an der Würfelturm-Schule, Hofgeismar

Als wir nach der Auferstehungsfeier am Ostermorgen zum gemeinsamen Osterfrühstück zusammen kamen, geschah das unter dem Leitgedanken: wenn jeder bringt, was er hat, werden alle satt. Praktisch bedeutet dies, man stellt zusammen, was der Kühlschrank hergibt und so entsteht ein üppiges Mahl mit schönen Speisen und Getränken.

Bei der Speisung der 5.000 im Markus-Evangelium handelt Jesus ähnlich. Er ruft die Menschen zusammen und spricht zu ihnen wie in der heiligen Messe. Anschließend fordert Jesus seine Jünger auf, zusammen zu tragen, was sie haben.

Auf diese Weise werden wie durch ein Wunder über 5.000 Menschen nicht nur satt, sondern von den bereitgestellten 5 Broten und 2 Fischen bleibt soviel übrig, dass sich 12 Körbe füllen lassen.

Diese biblische Grunderfahrung kann ich aus meinem Leben bestätigen. Wenn ich zum Beispiel im Alltag Zeit verschenke, gehe ich oft als Beschenkter glücklich und zufrieden wieder nach Hause.

Auf diese Weise entsteht Gemeinschaft, wie sie die Erstkommunionkinder am vergangenen "Weißen Sonntag" erlebt haben. Sie lebt von den Dingen, die der Einzelne einbringt.

Der eigentlich Schenkende sowohl im Evangelium als auch in den persönlichen Begegnungen ist Gott selbst. Wenn wir ihn in unsere Beziehungen, die Familie, auch in Gemeinde, Stadt und Gesellschaft einladen, schenkt er überreich.

Ein Gebet zum Brotbrechen, dessen Verfasser mir unbekannt ist, bringt es so ins Wort:

"Alle Menschen, die es gibt, wollen glücklich sein.
Keiner hat das Glück für sich, keiner lebt allein.

Jeder gibt ein kleines Stück, gibt sein Teil zum Brot.
Gibt sein Glück und seine Kraft und auch seine Not.

Einer gab sich selbst ganz in die Todesqual.
Er stand auf in Herrlichkeit und hält mit uns Mahl.

Jeder nimmt ein kleines Stück und empfängt das Brot,
lebt so aus der andern Kraft und teilt ihre Not.

Alle sind so in dem Herrn als seinem Leib vereint.
So geschieht die Kommunion, Gottes Reich erscheint.

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