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Die Kunst des Sterbens

Gedanken zum Ewigkeitssonntag 2009

Pfrn. Dr. Alwine Slenczka

Dr. Alwine Slenczka
Gemeindepfarrerin im Kirchspiel Hofgeismar-Gesundbrunnen mit Schöneberg und Carlsdorf

"Sterben? – Das ist wie warten auf das Christkind!" hat einmal ein Sterbender zu mir gesagt. Man kennt den Tag nicht, die Stunde nicht, man weiß nicht, was sich hinter der Tür des Todes verbirgt und ob man sich freuen wird oder nicht.

Zehn Jungfrauen warten auf den Bräutigam, erzählt die Bibel. Fünf haben Öl für ihre Lampen mitgenommen, fünf nicht. Als der Bräutigam um Mitternacht kommt, können die mit den brennenden Lampen mit in den Hochzeitssaal, die anderen nicht.

Die mit dem Öl seien klugen Jungfrauen, die anderen törichte. Sie waren klug, weil sie sich vorbereitet haben. Sie sind zwar wie die anderen während des Wartens eingeschlafen, aber konnten trotzdem mit ihm durchs Tor.

Wie können wir uns auf den Tod vorbereiten? Welches Öl für Lampen bereit halten? Ich denke, dass wir uns wie im Mittelalter wieder mehr mit der Kunst des Sterbens beschäftigen müssen.

Es ist hilfreich, sein Haus zu bestellen. Die Sonne nicht im Zorn untergehen zu lassen und sich zu versöhnen, bevor man auseinandergeht. Es ist heilsam, den eigenen Tod fest in den Blick zu nehmen: Ja, ich werde einmal sterben.

Und ist gut zu wissen, wer einen erwartet: Der gleiche, dessen Geburt wir fröhlich feiern, dessen Auferstehung für uns Leben nach dem Tod bedeutet: Jesus Christus.

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