Zufallsbilder - Landschaften im Kirchenkreis Hofgeismar

 

Ihre Kirche in
Nordhessen



EKKW + EKD

Dunkelheit verwandelt sich in Licht

Gedanken zum 1. Advent 2009

Bernd Greilich

Bernd Greilich
Jugendreferent und Prediger der Evangelischen Gemeinschaft im Bezirk Hofgeismar

Die Welt ist voller Dunkelheit. Fassungslosigkeit und Trauer regieren nicht nur in fernen Ländern, sondern auch im persönlichen Leben: Angesichts von plötzlichem Tod und schweren Krankheiten leiden viele Menschen unter uns in diesen Tagen.

Sie fragen: "Können wir in einer solchen Zeit fröhlich Weihnachten feiern?" Klingt die Freudenbotschaft, dass Gott als Mensch in diese Welt gekommen ist und mit uns Frieden geschlossen hat, nicht hohl angesichts der brutalen Wirklichkeit?

Die Christenheit gibt mit der jahreszeitlichen Zuordnung von Weihnachten eine gewagte Antwort: Mitten in die dunkelste Zeit des Jahres setzt sie die Feier des Lichtes.

Warum macht die Christenheit das? Hält sie das Dunkel nicht aus? Will sie sich selbst aufmuntern, wie durch Pfeifen im dunklen Wald?

Nein. Die Bibel verbindet so stark das Bild vom Licht im Dunkel mit dem Kommen Gottes in Jesus Christus in diese Welt, dass die Feier der Geburt Jesu in die dunkelste Zeit des Jahres gelegt wurde. Dies macht Sinn und ist hilfreich.

Denn die tiefen Glaubenserfahrungen unzähliger Menschen durch die Jahrtausende hindurch unterstreichen es: Gerade im Dunkel leuchtet das Licht besonders hell auf. Hier entfaltet die Botschaft vom Kommen Gottes in unsere dunkle Welt ihre volle Strahlkraft.

Doch wie kann mich diese frohe Botschaft erreichen, wenn ich in diesen Tagen das Gefühl habe, im Dunkel zu sitzen? Mit mir haben viele als Hilfe erfahren: Es tut gut, sich dem Wort Gottes und seiner Gemeinde auszusetzen.

Das heißt vor allem für mich: in die Gottesdienste gehen. Neben der Predigt bekomme ich oft Zuspruch in den Liedern. Die Adventslieder sind voller Sehnsucht nach dem Licht. Sie können uns Sprache geben, wenn uns die Worte im Gespräch mit Gott ausgegangen sind. Diese Lieder wollen uns helfen, die Freude über Gottes Zuwendung in unserem Innern ankommen zu lassen.

Diese Verwandlung kann im Mitfeiern des Gottesdienstes geschehen. Dazu möchte ich ihnen Mut machen. Vor allem, wenn Sie zur Zeit viel Dunkelheit erfahren. Gott will Sie trösten. Er will sein Licht bei ihnen ankommen lassen. Geben Sie ihm doch Gelegenheit dazu, indem Sie die Gottesdienste besuchen - gerade in diesen Wochen der Adventszeit.

Denn wenn wir Gottes liebende Zuwendung erfahren haben, dann können wir nicht nur neu hoffen und glauben, sondern auch wieder lieben.

[ Archiv 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 ]

Ekkh-Aktuell

Jahresüberblick »»

Kultur-Aktuell

Jahresüberblick »»

ekkh.de © 2019 | oben
 

Impressum | Datenschutzerklärung | Webmaster