Zufallsbilder - Landschaften im Kirchenkreis Hofgeismar

 

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Nordhessen



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Ratgeber

Bestattung

Christus spricht:
Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Joh 11,25

Verstorbene auf ihrem letzten Weg zu begleiten und die Trauernden zu trösten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer christlichen Gemeinde. Christinnen und Christen glauben daran, dass mit dem Tod nicht das letzte Wort über einen Menschen gesprochen ist. Das Leben, das bei Gott begonnen hat, führt am Ende auch wieder zu ihm.

Diese Hoffnung über den Tod hinaus kommt bei einer Beerdigung zur Sprache.

Wer hilft, wenn der Tod vor der Tür steht?

PfarrerInnen sind für Sie da, wenn Sterbende und Angehörige begleitet werden müssen. Gebet, häusliches Abendmahl und Segen können helfen, sich in den schweren Stunden geborgen zu wissen in Gottes Hand. Sie können auch die ehrenamtliche Hilfe des HHospizdienstes im Diakonischen Werk Hofgeismar-Wolfhagen in Anspruch nehmen.

Hoch

Und wenn es soweit ist: Wo anfangen - Wer muss informiert werden?

In der größten Not sind Sie nicht allein! Sprechen Sie Ihren Pfarrer/Ihre Pfarrerin an. Dort können Sie Seelsorge und Hilfe für die nächsten Schritte erbitten. Das Pfarramt wird z.B. dafür sorgen, dass am Abend ausgeläutet wird, wenn dies in Ihrem Ort üblich ist und gegebenenfalls einen Bestatter Ihrer Wahl informieren.

Auch in Krankenhäusern gibt es Seelsorger, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie können aber auch direkt mit einem Bestatter Kontakt aufnehmen, der dann das Pfarramt informiert und Ihnen den überwiegenden Teil der Formalitäten abnimmt. Außerdem muss ein Arzt gerufen werden, der die Todesursache feststellt.

Hoch

Wo kann eine Aussegnung stattfinden?

Traditionell findet die Aussegnung im Wohnhaus des/der Verstorbenen statt, sie kann aber auch im Krankenhaus oder in einer Friedhofskapelle Raum finden. Biblische Gedanken, Gebet und Segen können helfen, sich der Trauer zu öffnen und Kraft für die nächsten Schritte zu schöpfen.

Hoch

Was muss ich für das Trauergespräch bereit halten?

Sie können ein Bibelwort aussuchen, das dem/der Verstorbenen oder Ihnen besonders viel bedeutet. Auch Liedwünsche können genannt werden. Wichtige Ereignisse im Leben des/der Verstorbenen und biografische Wegmarken können im Gespräch benannt werden, sie fließen dann in die Beerdigungsansprache ein. Natürlich ist während des Gesprächs auch Raum für Ihre Trauer, Gedanken und Sorgen.

Hoch

Welche Bestattungsformen und -orte sind möglich?

Erdbestattung oder Urnenbeisetzung? Auf dem heimischen Friedhof oder im Friedwald? Ist vom Verstorbenen kein ausdrücklicher Wunsch geäußert worden, z.B. in einem Testament oder mündlich, entscheiden die nächsten Angehörigen über die Bestattungsform und den Ort.

Die Friedhofsverwaltungen in kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft entscheiden auf Antrag über die Bestattung Auswärtiger. Beraten Sie sich auch mit Ihrem Pfarrer/Ihrer Pfarrern, wenn Sie eine anonyme Bestattung wünschen.

Hoch

Gibt es eine Trauerfeier bei Urnenbestattung?

Sie können mit Ihrem Pfarramt besprechen, ob es vor der Einäscherung eine Trauerfeier geben soll. Auch bei der späteren Urnenbeisetzung kann Ihr Pfarrer/Ihre Pfarrerin Sie mit einer kurzen Andacht begleiten.

Hoch

Werden nur Kirchenmitglieder von Pfarrer oder Pfarrerin bestattet?

Wer seinen Austritt aus der Kirche bewusst vollzogen hat, kann nur in Ausnahmefällen kirchlich bestattet werden, z.B. wenn kurz vor dem Tod die Absicht bestand, der Kirche wieder beizutreten. Für nicht-kirchliche Bestattungen gibt es freie Redner, die die Trauerfeier gestalten. Sie werden u.a. vom Bestatter vermittelt. Die Hinterbliebenen können aber unabhängig davon Trost und Hilfe in ihrem Pfarramt finden.

Hoch

Ist Selbstmord ein Grund, nicht kirchlich bestattet zu werden?

Nein, auch nach einem Suizid übernehmen PfarrerInnen die Beerdigung, wenn der/die Verstorbene Kirchenmitglied war.

Hoch

Kann bei der Trauerfeier statt oder neben dem Gemeindegesang auch andere Musik gespielt werden?

Im Anblick des Todes zu singen, ist für manche Menschen sehr schwierig, für andere ist es ein Trost. Wenn Sie gerne ganz auf gesungene Lieder verzichten möchten und dennoch eine musikalische Gestaltung wünschen, sprechen Sie mit dem Pfarramt ab, ob evt. Musiker zur Verfügung stehen oder bei besonderen Wünschen auch Musik von CD möglich ist.

Hoch

Wer beerdigt, wen der/die Verstorbene einer anderen Konfession angehört?

Eine ökumenische Bestattung gibt es nicht. In der Regel übernimmt ein Pfarrer/eine Pfarrerin der jeweiligen Konfession die Beerdigung. Nach Absprache mit den zuständigen Pfarrämtern kann aber auch ein Amtsträger der jeweils anderen Konfession mitwirken.

Hoch

Die Beerdigung ist vorüber - allein mit der Trauer?

Wenn die Beerdigung und alle Formalitäten bewältigt sind, empfinden viele Trauernde eine große Einsamkeit. Die nun einsetzende Trauerarbeit ist genau dies: Arbeit! Doch auch die müssen Sie nicht allein tragen. Ihr Pfarrer/Ihre Pfarrerin steht Ihnen weiterhin seelsorgerisch zur Seite, wenn Sie dies wünschen. Darüber hinaus gibt es Hilfsangebote für Trauernde vom Hospizdienst im Diakonischen Werk Hofgeismar-Wolfhagen unabhängig von Herkunft, Konfession, Nationalität und Weltanschauung.

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02.07.17 15.00 Uhr
Gottstreu
- Waldensermuseum -
Eröffnung der Sonderausstellung des Hess. Staatsarchivs Marburg
Luther und Europa (Öffnung: Mai-September, jeweils an den ersten beiden Sonntagen des Monats, 15.00 Uhr – 17.00 Uhr und nach Voranmeldung; Kontakt: Tel. 05544/912159), Veranstalter: Waldenserfreunde Gottstreu/Gewissenruh e.V.

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