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Eine Stunde für die Seele

Gedanken zum Sonntag Trinitatis 2018

Pfarrer Christian Trappe

Christian Trappe
Pfarrer im Kirchspiel Lippoldsberg

Gottesdienste als meditative Übung!

Früher hatte der Sonntag ganz feste und verbindliche Formen. Am Samstagnachmittag, wenn die Glocken den Feiertag einläuteten, war Zeit zum Baden, zur Reinigung, zur Erholung.

Der Kirchgang am Sonntag war dann Ort der „Erbauung“, der feierlichen Erhebung aus dem Alltagsgrau. Danach ein festliches Sonntagsessen am gemeinsamen Mittagstisch – der Inbegriff von Leben in Fülle.

Heute sieht der Sonntag anders aus - freier. Nachtschwärmer schlafen gerne aus. Unternehmungslustige stürzen sich in Freizeitstress. Eltern, die die Woche über zur Arbeit fahren, brauchen den freien Tag dringend als Familienzeit.

Was dabei verloren gegangen ist, ist nicht die gezwungene Feierlichkeit vergangener Tage, sondern die eigentliche Bestimmung des Sonntags als Tag der Ruhe, des Zurückfindens zu sich und zum Leben.

Auch in der Kirche ist manches in Bewegung gekommen: Gottesdienste sind offener und bunter geworden. Die Musik vielgestaltiger - aber nach wie vor live – Gelegenheit zum Mitsingen und Mitmachen.

Kirchenräume werden aufwendig renoviert, und die Verantwortlichen in den Gemeinden verwenden viel Mühe und Liebe darauf, die Geheimnisse des Leben zeitgemäß und menschennah zu feiern.

Aber all diese Anstrengungen werden letztlich ins Leere laufen, wenn nicht die Gemeindeglieder selbst die Feier des Lebens am Sonntag als Teil ihrer Lebensform wiederentdecken.

Es tut uns gut, wenn wir uns eine Stunde Zeit für unsere Seele nehmen. Es tut uns gut, uns von heiligen Worten und meditativer Musik aufrichten und einrenken und ausrichten zu lassen.

Auch der feste Rhythmus hat seinen Wert. Denn in einer Zeit, die immer hektischer und unübersichtlicher wird, brauchen wir solche Rituale, die uns helfen, wieder zu uns zu kommen und uns in der Welt zurechtzufinden.

Die sonntägliche Feier des Lebens ist nicht ein Dienst an Gott, keine fromme Leistung, die Menschen bringen, sondern ein Dienst Gottes an uns Menschen. Eine meditative Übung, die uns innerlich wachsen lässt.

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Bischofswahl 2019
Die Kandidatensuche beginnt

Am 29. September 2019 um 15:00 Uhr wird Bischof Dr. Martin Hein nach 19-jähriger Amtszeit in einem Festgottesdienst in der Martinskirche in Kassel in den Ruhestand verabschiedet. Der Gottesdienst wird im HR-Fernsehen übertragen. Zugleich wird in diesem Gottesdienst seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger in das Amt der Bischöfin / des Bischofs unserer Landeskirche eingeführt. Bis zum 31. August können Kandidaten vorgeschlagen werden.
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08.08.18 19.30 Uhr
Hofgeismar
- Altstädter Kirche -
09.09.18 17.00 Uhr
Lippoldsberg
- Klosterkirche -
Elias - Oratorium op. 70 von F. Mendelssohn-Bartholdy: Dieses Oratorium gewinnt für uns heute eine geradezu frappierende Aktualität: Die Konflikte im Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen, Religionen und sozialer Spannungen, das menschliche Scheitern und Verlorensein, aber auch die Suche nach Gott und der Wert religiöser Toleranz sind Themen, die Menschen heute zunehmend betreffen und bewegen. Mitwirkende: Traudl Schmaderer (Sopran, Kassel), Ulrike Kamps-Paulsen (Alt, Köln), Rolf Sostmann (Tenor, Oslo), Alexander Schwärsky (Bass, Berlin), Kurpfalzphilharmonie Heidelberg und Kreiskantorei Hofgeismar, Leitung: Dirk Wischerhoff, Eintritt: Karten zu 25/20/16/8 € im Vorverkauf ab 27.8. bei: Buchhandlung Vogt, Mühlenstr. 10 (Hofgeismar)

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