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Vom Seufzen der Kreatur

Gedanken zum Palmsonntag 2018

Pfarrer Christian Trappe

Christian Trappe
Pfarrer im Kirchspiel Lippoldsberg

Die Wochen vor Ostern sind der Auseinandersetzung mit dem Leiden gewidmet. Und fast immer liegt das Augenmerk dabei auf dem Schicksal von Menschen.

Aber in der Geschichte Jesu spiegelt sich die Geschichte allen Lebens wieder.

"Denn die ganze Schöpfung seufzt und ängstet sich mit uns bis zu diesem Augenblick." schreibt Paulus im Brief an die Römer (8,22).

Zweifellos hat unser westlicher Lebensstil ein Problem mit der natürlichen Welt, die nicht nur hemmungslos ausbeutet wird, sondern deren Lebensformen derzeit in einem unvorstellbaren Maß zerstört werden.

Die Ursachen dafür liegen auch in der christlichen Kultur, in deren Entwicklung ältere, naturreligiöse Traditionen oft verdrängt und dämonisiert wurden. Damit schwand nicht selten auch die Ehrfurcht vor der natürlichen Welt.

So konnte die Materie, die mütterlich-nährende Grundlage unserer Existenz, zum frei verfügbaren Material unserer menschlichen Schöpferkraft werden.

In der Kirche gab es aber immer auch andere Strömungen, die um die tiefe, innere Verbindung zwischen Mensch und Natur wussten. Franz von Assisi lebte in einem friedlichen Miteinander von Mensch und Tier. Und Hildegard von Bingen wusste um die göttliche Grünkraft in heilsamen Pflanzen.

In dieser Zeit des Hochmittelalters wurde in zahllosen Kirchen ein bemerkenswertes Bild verewigt: der sogenannte "grüne Mann". Das Bild des "grünen Mannes" zeigt ein menschliches Gesicht, das sich aus einem Gewirr von Blattwerk herausschält. Bisweilen wachsen ihm auch selbst Zweige und Blätter aus dem Mund.

Das Bild steht für ein Leben im Einklang mit der Natur, für das sich Einfügen in die Gesetze der Schöpfung und für einen menschlichen Geist, aus dem wieder Lebendiges hervorgeht.

Vielleicht kann uns der grüne Mann daran erinnern, verantwortlich mit der uns anvertrauten Schöpfung umzugehen. Denn: Wenn sie leidet, werden wir mit leiden. Und ohne sie - werden auch wir nicht mehr sein.

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Bischofswahl 2019
Die Kandidatensuche beginnt

Am 29. September 2019 um 15:00 Uhr wird Bischof Dr. Martin Hein nach 19-jähriger Amtszeit in einem Festgottesdienst in der Martinskirche in Kassel in den Ruhestand verabschiedet. Der Gottesdienst wird im HR-Fernsehen übertragen. Zugleich wird in diesem Gottesdienst seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger in das Amt der Bischöfin / des Bischofs unserer Landeskirche eingeführt. Bis zum 31. August können Kandidaten vorgeschlagen werden.
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08.08.18 19.30 Uhr
Hofgeismar
- Altstädter Kirche -
09.09.18 17.00 Uhr
Lippoldsberg
- Klosterkirche -
Elias - Oratorium op. 70 von F. Mendelssohn-Bartholdy: Dieses Oratorium gewinnt für uns heute eine geradezu frappierende Aktualität: Die Konflikte im Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen, Religionen und sozialer Spannungen, das menschliche Scheitern und Verlorensein, aber auch die Suche nach Gott und der Wert religiöser Toleranz sind Themen, die Menschen heute zunehmend betreffen und bewegen. Mitwirkende: Traudl Schmaderer (Sopran, Kassel), Ulrike Kamps-Paulsen (Alt, Köln), Rolf Sostmann (Tenor, Oslo), Alexander Schwärsky (Bass, Berlin), Kurpfalzphilharmonie Heidelberg und Kreiskantorei Hofgeismar, Leitung: Dirk Wischerhoff, Eintritt: Karten zu 25/20/16/8 € im Vorverkauf ab 27.8. bei: Buchhandlung Vogt, Mühlenstr. 10 (Hofgeismar)

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