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Bescheidenheit ist eine Zier...

Gedanken zum Sonntag Judika 2018

Pfarrer Hans Martin Wirth

Hans Martin Wirth, Pfarrer i. R.

Mein Gott, sagt mein Bekannter, Recht hat er, der Minister Spahn, ich bin doch nicht arm dran, auch wenn ich mit Wenigem zurechtkommen muss. Man muss sich nur bescheiden können.

Denn heißt es nicht: Selig sind die Armen? Selig sind die Besitzlosen? Daher: Sei bescheiden. Da liegt das Glück. Das ist doch die Kunst! – Oder?

Im Vertrauen gesagt, das ist sauschwer, gerade, wenn sich so viele andere nicht bescheiden – müssen oder wollen. Wenn z. B. die Gesetze erlauben, unserer Gemeinschaft im großen Stil Steuern vorzuenthalten.

Und dem Sich Bescheiden steht auch die mächtige Regel entgegen: Konsumiere! Sei nicht blöd, kauf, kauf, kauf. Je mehr Konsum, um so wertvoller wirst du. Hast du was, bist du was.

Wenn du nicht kaufst, bist du Nichts, dann bleibst du ein Niemand. Ein Niemand aber, dem auch eigene Power, Ziele und wertvolle Gemeinschaft verloren gehen.

Deshalb höret die Signale: Selig sind die „geistlich Armen“, die ohne Gotteszuversicht, ohne Lebenszuversicht. Ihnen kann mit wenig, mit sehr wenig geholfen werden. Denn Gottes Reich der Gerechtigkeit hat schon begonnen. Daher ist auch das Ende der Bescheidenheit gekommen.

Ja, ein Versuch ist es wert: Sieben Wochen (und länger) ohne Bescheidenheit.

Nicht mehr sittsam sein,
nicht mehr zurückhaltend sein,
nicht mehr demütig sein,
nicht mehr verständnisvoll nicken,
nicht mehr versuchen zurecht zu kommen,
nicht mehr zufrieden sein mit seinem Los,
nicht denken, nichts machen zu können!

Sondern aufstehen und zusammen lautstark mit Gleichgesinnten für ein neues, gerechtes Miteinander eintreten, damit überhaupt keiner mehr arm dran ist.

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