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Du Glückskind

Gedanken zum 20. Sonntag nach Trinitatis 2017

Pfarrer Hans Martin Wirth

Hans Martin Wirth, Pfarrer in Rente

"Ich wünsche dir viel Glück und viel Segen!", so lautet mancher freundliche Geburtstagswunsch. Aber, so denke ich manchmal, warum diese Doppelung? Ist nicht allein an Gottes Segen alles gelegen? Muss darüber hinaus auch noch das Glück bemüht werden? Oder meinen vielleicht sogar beide Worte dasselbe?

Glück braucht jede Person. Nicht alles liegt in unserem Vermögen, vieles muss uns glücklich zufallen. Und wenn uns unverhofft etwas gelingt, macht es uns auch noch glücklich. Wie der Segen, der sich entfaltet oder auf etwas liegt, das wir nach unserem Vermögen anpacken, aber kaum zu hoffen gewagt haben, dass es gelingt.

Die moderne Glücksforschung hat herausgefunden, dass sich unser persönliches Glück meist darin erfüllt, dass sich unsere ganz unterschiedlichen Erwartungen tatsächlich erfüllen. Das kann für jede Person sehr verschieden sein.

Für den Pflegebedürftigen ist es die morgendliche Tasse Kaffee, die ihm ans Bett gebracht wird, für die andere ist es das rauschende Ballkleid, das sie sich lange erspart hat.

Man hat auch herausgefunden - und wen wundert's - dass das Glück nicht unbedingt größer wird, je größer wir unsere Erwartungen spannen können, weil wir zum Beispiel so reich sind, dass wir uns viele Erwartungen erfüllen können.

Zeitgleich wachsen erfahrungsgemäß nämlich auch die Sorgen, die man mit den größeren Möglichkeiten erfährt.

Für mich ist in diesem Zusammenhang ein kleiner Unterschied wichtig. Natürlich können wir unser Glück in Dingen finden, die uns gehören, die wir besitzen, vielleicht in welchen, die wir uns eigentlich nicht leisten können, uns aber geschenkt werden.

Das können manchmal ganz einfache Dinge, aber auch Erfahrungen von Erfolg und Gesundung sein. Welch ein Glück!

Aber alles bleibt doch zerbrechlich, ungreifbar, zufällig, vielleicht erreicht einen das Glück, vielleicht aber auch nicht. Da bleibt viel eigenes Abstrampeln glücklos.

Was uns sicher ist, ist das, was wir sind. Nämlich voraussetzungslos geliebte Menschen Gottes. Oder in der Sprache der Bibel und Reformation: Zu unserem Glück spricht uns Gott in seiner Liebe gerecht, trotz allem Versagen und Unvermögen.

Schon wenn wir die Liebe eines anderen Menschen erfahren oder um sie wissen, macht uns das überaus glücklich, ohne dass wir etwas in den Händen hätten.

Und deshalb hat Jesus mit all seinem Reden und Tun alles daran gesetzt, uns zu vergewissern, dass Gott uns liebt, dass wir seine geliebten Kinder sind. Alle, jeder einzeln, ohne Unterschied in Hautfarbe, nationaler Herkunft, Geschlecht, gesellschaftlicher Stellung, Einkommen oder was auch immer.

Was ein Segen! Was ein Glück!

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