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Gedanken zum 12. Sonntag nach Trinitatis 2017

Dekan Wolfgang Heinicke

Wolfgang Heinicke
Pfarrer der Ev. Stadtkirchengemeinde Hofgeismar und Dekan im Kirchenkreis Hofgeismar

Über einsames Leid

Zuhause hat sie nicht länger ausgehalten. Nun sitzt sie da an diesem Wasserloch in der Wüste, ihres Lebens müde. Es reicht einfach; Flucht, Abhängigkeit, mal ein Lichtblick, dann wieder Demütigung.

In all dem auch noch schwanger. Sie hat die anderen Umstände wohl kaum gewollt, eher war es Zwang durch den älteren Mann und seine Frau, eine Art Leihmutterschaft.

Also: Weglaufen, soweit die Füße tragen, immer der Wüstenstraße nach, dort sterben oder vielleicht auch leben. Sie weiß nicht, was besser ist. Sieht denn niemand, was mit ihr los ist? Gibt es keinen, der die lauten und leisen Schreie hört? Doch.

"Der Engel des Herrn fand Hagar bei der Wasserquelle am Wege nach Schur“, erzählt die Bibel. Und er spricht weiter: „Den Sohn, den du bekommst, sollst du Ismael nennen, denn der Herr hat dein Elend erhört."

Und sie spürt, dass sie hier Gott begegnet. Der hört und sieht ihr Elend. Er schaut hin und sieht nicht einfach weg. Für sie wird Gott, der im Elend so fern schien, plötzlich nah.

Sie sagt: "Du bist ein Gott, der mich sieht." Das braucht sie jetzt dringend, das gibt Kraft für die nächsten Schritte, auch wenn noch alles schmerzt.

Eine Trostgeschichte, aufgenommen in einem Lied von Susanne Brand: "Du bist ein Gott, der mich anschaut. Du bist die Liebe, die Würde gibt. Du bist ein Gott, der mich achtet. Du bist die Mutter, die liebt, du bist die Mutter, die liebt."

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mit dem Göttinger Multi-Instrumentalist Ove Volquartz (Blasinstrumente) und Peer Schlechta (Orgel). Sie verbinden Elemente des Jazz und der Neuen Musik in freier Form. Eintritt frei, eine Spende zur Deckung der Kosten wird erbeten, im Anschluss Getränken und Knabbereien

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