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„...bis dass der Tod euch scheidet!“

Gedanken zum 4. Sonntag nach Trinitatis 2017

Pfr. Markus Schnepel

Markus Schnepel
Pfarrer der Stadtkirchengemeinde Hofgeismar

Es ist die Jahreszeit, in der wieder etliche Paare zueinander „Ja!“ sagen. Und vielen ist dabei wichtig, dass es ein Bund fürs Leben ist.

Dann heißt es „… bis dass der Tod uns scheidet!“ oder in neueren Formulierungen „solange wir leben“ oder ähnlich. Wir wünschen uns verlässliche Beziehungen für unser Leben, die in guten und schlechten Tagen Halt geben.

n den letzten Tagen habe ich aber auch etliche Menschen auf dem Friedhof verabschiedet. Dann trat genau das plötzlich für die Partner und Partnerinnen ein: „… bis dass der Tod euch scheidet!“.

Nach oft vielen Jahrzehnten gemeinsamen Lebens ein Schock. Sie können sich ein Leben ohne den anderen gar nicht vorstellen. Selbst dann nicht, wenn es mit dem anderen gar nicht immer leicht war.

Die Bibel ist da schonungslos klar: „Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nimmer.“, heißt es in Psalm 103.

Mit uns und unseren Beziehungen blüht etwas auf, verwelkt und vergeht wieder. Das ist der Lauf des Lebens. Aber was bleibt? Der Apostel Paulus schreibt: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben uns scheiden kann von der Liebe Gottes!“

Die Liebe Gottes weht und atmet in allem Leben. Sie ermöglicht überhaupt erst Beziehung. Die Liebe bleibt. Und damit ist sie auch die Kraft der Auferstehung. Hilft uns das?

Wie wäre es, wenn wir unser normales Denken mal umdrehen. Die Liebe lebt uns. Nicht wir leben die Liebe. Dann lebt sie durch mich und durch dich und durch meinen Partner für eine Weile und dann weiter durch alles, was und wen sie belebt.

So sind wir Teil der einen großen Liebe Gottes, von der uns nichts scheiden kann. Vertrauen wir darauf, können wir gelassener damit umgehen, wenn kleine und große Tode unsere Beziehungen scheiden.

Die Liebe bleibt. Nicht weil wir so toll oder so verzweifelt lieben, sondern weil Gottes Liebe ewig ist. Ich bin es nicht, aber die Liebe Gottes in mir. Scheiden tut dann immer noch weh, aber das Vertrauen, mit meinem kleinen Leben Teil der großen Liebe zu sein, kann mich trösten und mir helfen loszulassen.

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